Während Diabetikern früher häufig unnötige Vorschriften gemacht wurden, konzentrieren sich aktuelle Empfehlungen vor allem darauf, den Patienten unnötige Einschränkungen beim Essen und Trinken zu ersparen. Hier ein paar wichtige Grundregeln:

Täglich frühstücken:
Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages - das gilt erst recht für Diabetiker. Wer hierauf verzichtet, macht es nicht nur seinem Stoffwechsel schwerer, sondern erliegt auch leichter Heißhungeranfällen zu anderen Tageszeiten.

Folge:
mehr ungeliebte Pfunde. Ideal zum Frühstück ist ein Müsli. Da Fertigmischungen oft zu viel Zucker enthalten, am besten aus Getreide (z.B. Dinkelkörner, Haferflocken), frischem Obst und Joghurt oder Milch selbst zubereiten.

"Langsame" Kohlenhydrate bevorzugen:
Komplexe Kohlenhydrate gehen langsamer ins Blut, verhindern so Blutzuckerspitzen und halten länger satt.

So geht's einfach:
Statt Weißbrot lieber Vollkornbrot essen und Spätzle durch Nudeln aus Hartweizengrieß ersetzen.
Ebenfalls wichtig:
Speisen (wie z. B. Möhren, Kartoffeln) nicht breiig kochen.

Auf die Qualität der Fette achten:
Diabetiker haben erhöhte Herz-/Kreislauf-Risiken. Geben Sie daher "herzgesunden" Ölen, wie z.B. Raps-, Olivenoder Walnussöl, den Vorzug. Frischer Seefisch, Makrele, Hering oder Lachs liefern zudem wertvolle Omega-3-Fettsäuren.


RICHTIG MESSEN

Viele Diabetiker haben Angst vor dem Messen. Dabei ist die regelmäßige Blutzuckerkontrolle entscheidend für die Ermittlung der richtigen Medikamentenoder Insulindosis. Das muss nicht weh tun. Moderne Geräte benötigen nur noch ganz wenig Blut.

Tipp: Damit das Blut besser fließt, die Hände vorher massieren. Weniger weh tut der "Pieks" an der Seite der Fingerkuppe.

Wichtig auch: Die Lanzette der Stechhilfe nur einmal verwenden. Sonst wird die Nadel stumpf und das Messen wird schmerzhafter.

RICHTIG BEWEGEN
Regelmäßige körperliche Bewegung baut nicht nur Übergewicht ab, sondern kann auch den Blutzuckerspiegel senken und die Insulinwirkung verbessern, sodass weniger Medikamente benötigt werden. Dafür müssen Sie nicht zum Hochleistungssportler werden. Schon ein kurzer abendlicher Spaziergang von 15 Minuten oder halbstündiges langsames Radfahren bringt schon etwas.

Wichtig auch: Bewegung in den Alltag bringen, indem man z.B. die Treppen statt den Lift benutzt.

Quelle: Das Magazin aus Ihrer Apotheke 23/2007/2.11.- 16.11.07

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