Gute Stoffwechseleinstellung ist wichtig

Das Tauchen erfordert von einem Menschen mit Diabetes sehr viel Vorbereitung. Dennoch schließen sich Diabetes und Tauchen nicht aus.
Sofern die Sicherheitsregeln beachtet werden, steht dem Eintauchen in die faszinierende Unterwasserwelt nichts mehr im Wege.
Das Vergnügen im kühlen Nass kann also beginnen!


Medizinische Voraussetzungen

  • Wer Diabetes hat und tauchen will, sollte im Umgang mit seinem Diabetes erfahren sein, d. h. wissen, was bei einer drohenden Unterzuckerung (Hypoglykämie) getan werden muss.
  • Keinen Unterzuckerschock und keine Veränderung der aktuellen Medikation in den vorherigen zwölf Monaten.
  • Durchführung von regelmäßigen Blutzuckerkontrollen.
  • Der HbA1c-Wert muss im Normbereich liegen.
  • Es dürfen keinerlei Hinweise auf diabetische Folgeerkrankungen vorliegen.
  • Es sollte ein intaktes Gefäßsystem bestehen (keine schlechte Wundheilung, auch bei Typ-2-Diabetikern).
  • Darüber hinaus müssen alle weiteren Gesundheitskriterien, die an jeden Taucher gestellt werden, ebenfalls eingehalten werden.
  • Die Tauchtauglichkeit wird regelmäßig durch einen Arzt überprüft, am besten sollte eine Taucherlaubnis von einem Diabetologen ausgestellt sein


Durchführung des Tauchganges

Grundsätzlich muss auch der Tauchpartner mit dem Diabetes vertraut sein. Er muss wissen, wie in Notfallsituationen Glukose oral oder Glukagon als intramuskuläre Injektion verabreicht werden kann.
Taucher mit Diabetes sollten max. zwei Tauchgänge pro Tag durchführen, die nicht tiefer als 30 m sind. Zudem sollte nach drei Tauchtagen eine Pause eingelegt werden, um dem Körper die Gelegenheit zu geben, sich vollständig wieder zu regenerieren.

Damit die Taucherkrankheit DCS(decompression sickness) verhindert wird, muss besonderer Wert auf die Flüssigkeitsaufnahme gelegt werden (Minimum pro Tauchgang sind 1-2 l Flüssigkeit) sowie auf die Kontrolle des Blutzuckers (zwischen 160-220 mg/dl) direkt vor dem Tauchgang.

Tauchen Symptome einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) auf, muss der Tauchgang sofort abgebrochen werden.

 


Für alle Fälle gerüstet

  • Für den Fall der Fälle sollte man eine Notfallausrüstung griffbereit bei sich tragen. Sie sollte enthalten: Mindestens zwei Tuben mit Glukosepaste (z.B. Jubin). Eine trägt der Diabetiker selbst, eine der Partner. Eine weitere Möglichkeit ist der Unterwasser-Trinkbeutel "SCUDA", in den ein zuckerhaltiges Getränk eingefüllt wird (Fruchtsaft etc.) und aus dem bei Bedarf auch während des Tauchgangs getrunken werden kann.
  • Notfallmedikamente (z.B. ein Hypokit Glukagon zur intramuskulären Injektion).
  • Glukosesticks zur Bestimmung des Blutzuckerspiegels.
  • Möglichkeit, im Notfall Hilfe zu holen (Handy).
  • Sonstiges Equipment (Sauerstoff, etc.), das bei keinem Tauchgang fehlen sollte.
  • Darüber hinaus sollten die Dauer und Intensität des geplanten Tauchgangs mit dem Partner durchgesprochen sein, der gegenseitige Trainingszustand bzw. die Taucherfahrung abgeklärt und das vor Ort herrschende Klima, die Wasser- und Landtemperatur sowie die eventuell abweichende Tageszeit beachtet werden.

Quelle: Diabetes-World

DIABETES-LEXIKON

Begriffserklärung zum Thema Diabetes

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